Zum 01.01.2025 wurde in Schweinfurt das Bussystem im ÖPNV (Öffentlichen Personennahverkehr) einschneidend geändert und der ÖPNV Schweinfurt wurde in den Nahverkehrsverbund Mainfranken (NVM) eingegliedert. Dies hatte verschiedene Folgen nach sich gezogen: Seit der Änderung fahren ca. ein Drittel weniger Buslinien. Des weiteren wird der Marktplatz nur noch von einer Linie, statt wie bisher von drei Linien, angefahren. Zudem fährt die die Marktplatzlinie nicht mehr den Deutschhof an, gerade wo dort viele ältere Menschen und Russlanddeutsche leben, die kein privates Kraftfahrzeug besitzen. Diese müssen über den Busbahnhof in der Innenstadt anreisen, und auch zum Bahnhof.
Weiterhin fahren die Busse jetzt alle zur gleichen Zeit, nicht mehr, wie bisher mit einer Taktung von 20 Minuten, so dass kein Umsteigen mehr möglich ist.
Ferner wurde das Bezahlsystem geändert, so dass keine Barzahlung mehr möglich ist. So geschah es, dass bargeldlos durch Fehler in der Abrechnung zu hohe Beträge abgebucht wurden. Hier wurde zwar jetzt reagiert mit der Einführung einer Prepaidkarte, aber die Ermäßigung für sozial schwache Menschen konnte nicht lückenlos eingeführt werden, so dass beispielsweise Schüler und Studenten zu hoch tarifiert wurden, da die Vergünstigungskarte weggefallen war, so dass diese Menschen für ihre soziale Benachteiligung bezahlen mussten.
Die Initiative Zukunft Schweinfurt machte ein Bürgerbegehren zum Wahlkampfthema, das immer wieder durch die anderen Parteien und Fraktionen torpediert wurde. So behauptete der neugewählte Oberbürgermeister Ralf Hofmann, den von Ulrike Schneider (Stadträtin) herangezogenen Verkehrsgutachter Hartmut Bach nicht zu kennen, obwohl beide seit mindestens zehn Jahren über das Alexander von Humboldt Gymnasium bekannt sind und sich sogar duzen. Hartmut Bach stellte dar, dass eine Rückkehr zum alten System die Nachteile, die durch das neue System entstanden sind, wieder aufheben könnten.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Rückkehr zum alten System große Vorteile für die Bevölkerung brächte, was sowohl die Bezahlmodalitäten, hier die Wiedereinführung der Barzahlung, als auch der Vergünstigungskarte betrifft, als auch die Nachteile aufhebe, die dadurch entstanden sind, dass wichtige Haltestellen, wie der Marktplatz, nur noch von einer Linie angefahren werde, und somit für die Bürger unbillige Härten beseitige. Es sei an dieser Stelle noch einmal betont, dass die Initiative Zukunft Schweinfurt sich für ein Bürgerbegehren eingesetzt hat und dies, sollte es zu keiner Einigung komme, auch verabfolgen wird, wie sowohl von ÖDP, als auch von Bayernpartei Seite verkündet wurde.
Text: Thorsten Goetz, Foto: Beku-Bildarchiv





