Ein geplanter Radweg darf kein Papiertiger bleiben, und der Bezirksverband Oberfranken der Bayernpartei macht jetzt beim Staatlichen Bauamt Bamberg sowie bei den betroffenen Kommunen Druck, damit aus einer Absichtserklärung endlich eine sichere Verkehrsverbindung wird, wobei die dringend benötigte, 1,40 Kilometer lange Radwegverbindung entlang der Staatsstraße 2244 zwischen Hirschaid und Altendorf im Fokus steht.

Sicherheit für Generationen statt bloßer Warteliste

Grundsätzlich ist die Aufnahme des Projekts in den aktuellen Ausbauplan des Freistaates Bayern ein erfreuliches Signal. Doch für den Bezirksvorsitzenden Markus Brunner und die Bürgerinnen und Bürger vor Ort schafft ein Eintrag auf einer rein bürokratischen Projektliste noch keine Verkehrssicherheit, nutzen doch täglich Schüler, Berufspendler, Familien und ältere Menschen diese Strecke. Sie alle sind derzeit den Gefahren des motorisierten Verkehrs auf der Staatsstraße ausgesetzt, weshalb das Interesse an einer lückenlosen und geschützten Infrastruktur daher enorm groß ist, so dass aus Sicht der Bayernpartei die Aufnahme in das Ausbauprogramm kein Selbstzweck sein darf; es braucht Transparenz und Taten.

Ein detaillierter Fragenkatalog an die Baubehörde

Um Licht ins Dunkel der bürokratischen Mühlen zu bringen, hat sich die Partei mit einer umfassenden offiziellen Anfrage an das Staatliche Bauamt Bamberg gewandt, wobei in insgesamt zehn detaillierten Fragen der Bezirksverband Auskunft über den exakten Planungsstand verlangt. Liegen bereits Vorplanungen oder Entwürfe vor? Welche Trassenvariante wird konkret verfolgt und wie steht es um die sensiblen Grundstücksverhandlungen?

Neben den baulichen Details fordert die Bayernpartei auch finanzielle Fakten, so dass das Bauamt offenlegen soll, wie hoch die geschätzten Gesamtkosten sind und ob bereits Haushaltsmittel des Freistaates reserviert wurden. Auch die Nutzung von Förderprogrammen des Bundes oder des Landes steht auf dem Prüfstand, dennoch bleibt die Kernforderung der zeitliche Rahmen: Wann werden die Planungen abgeschlossen, und wann rollen endlich die Bagger an? Bislang fehlt ein öffentlich benannter Baubeginn, weshalb das Amt nun eventuelle rechtliche oder finanzielle Hindernisse klar benennen muss.

Schulterschluss mit den Kommunen gesucht

Da ein solches Infrastrukturprojekt nur durch lokale Unterstützung gelingt, hat die Bayernpartei parallel den Markt Hirschaid und die Gemeinde Altendorf in die Pflicht genommen. In gezielten Anschreiben werden die Kommunalverwaltungen aufgefordert, innerhalb von 14 Tagen Stellung zu beziehen. Sie sollen sich nicht nur ausdrücklich hinter die zeitnahe Realisierung stellen, sondern auch aktiv gegenüber dem Freistaat Bayern für das Projekt werben. Zudem wird die Bereitschaft abgefragt, das Vorhaben vor Ort – etwa bei schwierigen Grundstücksfragen oder behördlichen Abstimmungen – tatkräftig zu unterstützen.

Fazit: Die Bürger haben ein Recht auf Gewissheit

Der Vorstoß der Bayernpartei zeigt deutlich: Die Geduld der Region ist erschöpft. Ein Radweg auf dem Papier schützt keine Menschenleben, so dass es abzuwarten bleibt, wie das Staatliche Bauamt und die Gemeinden reagieren. Für die Menschen in Hirschaid und Altendorf ist zu hoffen, dass dieser politische Impuls den nötigen Schwung bringt, um die 1,40 Kilometer lange Lücke im Radwegenetz schnellstmöglich zu schließen.

Text und Foto: Markus Brunner

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