Die Debatte um die Digitalisierung unseres Geldes wird meist aus rein technischer oder makroökonomischer Sicht geführt. Dass es dabei um viel mehr geht – nämlich um die menschliche Psyche, soziale Gerechtigkeit und persönliche Freiheit –, macht die Initiative von Hansjörg Stützle deutlich. Der Finanzberater und Geldumgangstrainer engagiert sich seit über zehn Jahren intensiv für den gesetzlichen Schutz von Scheinen und Münzen. Seine Erkenntnisse stammen nicht aus der akademischen Elfenbeinturm-Theorie, sondern aus drei Jahrzehnten praktischer Arbeit in der Firmen- und Privatsanierung. Stützles Perspektive zeigt: Wer Bargeld abschafft, zerstört ein wichtiges psychologisches und soziales Schutzschild unserer Gesellschaft.

Als Schuldenberater begleitete Stützle unzählige Menschen durch das wirtschaftliche „Tal der Tränen“. Dabei stellte er fest, wie tiefgreifend der Umgang mit Geld das menschliche Verhalten und die Psyche dominiert. Seine wichtigste Erkenntnis aus der Praxis bildet heute ein Kernargument der Bargeldbewegung: Der physische Umgang mit Geld schützt vor dem finanziellen Absturz. Scheine und Münzen machen den Wert von Arbeit und Gütern haptisch begreifbar. Wer bar bezahlt, spürt den Verlust des Geldes im Moment der Übergabe. Digitale Zahlungswege über Smartphones oder Karten hingegen verleiten durch einen schnellen „Wisch“ zur Entkopplung von Konsum und Realität. Stützle warnt eindringlich davor, dass ohne diese analoge Kontrollinstanz gerade Jugendliche und ohnehin gefährdete Gruppen massiv in die Schuldenfalle getrieben werden.

Aus dieser Sanierungspraxis heraus verlagerte Stützle seinen Schwerpunkt auf die Prävention und erforschte die grundlegenden Mechanismen hinter dem Geldkreislauf. Für ihn ist Bargeld kein Relikt der Vergangenheit, sondern das einzige etablierte systemunabhängige Zahlungsmittel, das den Bürgern echte Wahlfreiheit garantiert. Fällt das Bargeld weg, drängt der Staat die Bevölkerung in eine vollständige Abhängigkeit von digitalen Infrastrukturen, Großbanken und privaten Zahlungsdienstleistern. Jede Transaktion wird dann überwachbar und das Bankkonto zum detaillierten Logbuch des gesamten Lebens. Stützles Credo lautet daher: Eine freie Gesellschaft benötigt zwingend ein freies, ungesteuertes Zahlungsmittel, um den eigenen Wertekodex unabhängig leben zu können.

Mit seiner Petition, die bereits mehr als dreihunderttausend Unterstützer fand, trägt Hansjörg Stützle und sein Mitstreiter und Co-Autor Hakon von Holst diesen Kampf auf die politische Bühne nach Brüssel. Er kritisiert scharf, dass die EU-Kommission den geplanten digitalen Euro rechtlich massiv privilegiert, während das bewährte Bargeld durch schwammige Verordnungen sukzessive ins Hintertreffen gerät. Das fortschreitende Filialsterben der Banken und die zunehmende Verweigerung der Bargeldannahme in Bäckereien, Behörden oder dem Nahverkehr beschleunigen eine gefährliche Negativspirale. Wenn der Kreislauf erst einmal kollabiert, gibt es kein Zurück mehr.

So zeigt das Wirken von Hansjörg Stützle: Der Kampf ums Bargeld ist kein ökonomischer Nebenkriegsschauplatz, sondern eine fundamentale Weichenstellung für unsere Gesellschaft. Ein kompromissloser gesetzlicher Schutz der Bargeldakzeptanz und der Erhalt der Infrastruktur sind zwingend nötig. Bargeld schützt den Einzelnen vor sozialer Ausgrenzung, psychologischer Überforderung und totaler digitaler Kontrolle. Es ist das Fundament unserer alltäglichen Freiheit, das wir uns als Gesellschaft wert sein müssen, weshalb seine Petition von enormer Wichtigkeit für die Bevölkerung und den Zusammenhalt des Volkes ist. Wir bitten den geneigten Leser, an dieser Petition teilzunehmen. → Hier geht es zur Petition von Herrn Stützle.

Hierzu haben wir noch eine Anmerkung in eigener Sache. Die Bayernpartei setzt sich schon seit Jahren für den Erhalt des Bargelds ein und hat ebenso eine Petition eingerichtet. Diese kann heruntergeladen werden unter → Petition der Bayernpartei.

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