In diesem Jahr führt uns der Besuch am So., 05.07.2026, zum „Tag der Franken“ in die Stadt Treuchtlingen, welche im wunderschönen Altmühltal in Mittelfranken liegt. Kulturlandschaft heißt das diesjährige Motto der alljährlichen Veranstaltung, welche immer an einem anderen Ort in Franken und abwechselnd in den drei fränkischen Bezirken Mittel-, Ober- und Unterfranken stattfindet.

Treuchtlingen, bekannt für sein zentrales bayerisches Eisenbahnkreuz, die Denkmalslok und das „Alte Stellwerk“, seine Altmühltal-Therme, die„Heumöderntrails“ und das Altmühltal, welches zum Wandern, Radeln und Kanufahren einlädt, ist auch der Punkt, an dem sich drei Dialekte treffen, nämlich fränkisch, bairisch und schwäbisch, weswegen das Gebiet auch „Dreistammeseck“ genannt wird.

Zu empfehlen ist auch eine Besichtigung des Stadtschlosses und des Museums Treuchtlingen, welche verschiedene Ausstellungen wie die „Aurnhammer-Sammlung“ beherbergen, der Burgruine „Obere Feste“, der Ausgrabungsstätte des römischen Gutshofes „Villa Rustica“, der Keltenschanze „Cernubona“ und des Karlsgrabens „Fossa Carolina“, ein technisches Kulturdenkmal, welches einen ersten Versuch darstellte, die Flüsse Rhein, Main und Donau mittels eines künstlichen Wasserweges zu verbinden. Auch die Marienkirche, als Baudenkmal in die bayerische Denkmalliste eingetragen, ist einen Besuch wert.

Wir, die Delegation der Bayernpartei, besuchten auch die katholische Kirche St. Mariä Himmelfahrt in einer evangelischen Stadt. Die Kirche stammt aus den sechziger Jahren des 20. Jahrhunderts und wurde erbaut, weil die ursprüngliche Kirche St. Lambertus zu klein wurde. Der Stil der Kirche ist sehr schlicht.

Bei dieser Gelegenheit bekamen wir eine Orgelführung. Die Orgel eines norddeutschen Orgelbauers ist eine rein mechanische Orgel, die heute zu einem Wert von €850.000,– erbaut würde. Zum damaligen Zeitpunkt kostete sie DM160.00,–. Sie hat drei Manuale und 48 Register. Der Organist spielte auch moderne Stücke, wie z.B.: Stairway to heaven. Als Schlusslied wurde dann das Frankenlied intoniert.

In Treuchtlingen wurden wir auch mit wohlfeilen Speisen und Getränken bewirtet: Die berühmten geräucherten Bratwürste, aber auch vegetarisches standen auf der Speiseliste. Der Heimatverein brachte gemischte Fruchtsäfte zum Versuchen, wie z.B.: Apfel-Quitte-Saft. Auf die Frage, ob es auch einen Äppler gäbe, wurde uns mitgeteilt, dass es so etwas hier nicht gebe. Es gebe zwar einen Most, für die Unterfranken, einen „Bremser“ genannt, jedoch keinen Apfelwein. Des weiteren wurde auch Bier angeboten: Das berühmte Spaten-Bier, auch als alkoholfreie Variante.

Wir konnten zudem folkloristischen Darbietungen folgen: Es traten Trachtenvereine auf, bei denen der Kurator beschrieb, dass die unterschiedlichen Konfessionen unterschiedlich „bunte“ Kleidung tragen, die Evangelischen eher schlicht, während die Katholischen eher bunt ausgestattet sind.

Abgerundet wurde der Besuch mit dem Tanz einer Trachtentanzgruppe aus Siebenbürger Sachsen bestehend, die ihre Darstellung aufbot.

Als Fazit lässt sich sagen, dass Treuchtlingen als Gastgeber des Frankentages, firmierend diesmal unter Kulturlandschaft, eine Reise wert und zum Besuch weiterzuempfehlen ist.

Foto/Text: Alexander Kropp

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